Information des Bürgermeisters Mai 2020

Bürgermeister Günther Korff

Klein Offenseth-Sparrieshoop, den 20.05.2020

Liebe Klein Offenseth-Sparrieshooper/innen!

Ich bedanke mich ganz herzlich für eure Vernunft, euren Respekt gegenüber erkrankten und gefährdeten Menschen und den vorsichtigen, aber sozialen Umgang miteinander!

Das Krisenmanagement ist deshalb nicht so einfach, da von einer Lockerungsankündigung des Bundes oder Landes bis zur Durchführung auf Kreis- und Gemeindeebene ein nicht immer einfacher Weg beschritten werden muss.

Von den Ankündigungen bis zur Umsetzung sind einige Schritte erforderlich:

  • Ankündigung von Bund oder Land,
  • Weiterleitung durch den Kreis,
  • Bearbeitung durch das Amt,
  • Absprache mit den Umlandgemeinden,
  • Rücksprache mit unserer Gemeinde,
  • Erstellen von laminierten Vorschriftentafeln und Verhaltensregelungen,
  • Anbringung der Regelungen durch den Gemeindearbeiter,
  • Freigabe durch den Bürgermeister

Dieser Ablauf kann schon einmal eine Woche dauern und es ist der Gemeinde wichtig, erst dann eine Freigabe von Verordnungen zu erteilen, wenn in vollem Umfang die Belange des Dorfes berücksichtigt sind, denn letztendlich hat die Verantwortung und gegebenenfalls Haftung der Bürgermeister.

Es ist deshalb nicht gut, sich als Verantwortlicher vor den Karren allzu unruhiger oder interessenausgerichteter Zeitgenossen spannen zu lassen.

Das Dorf lebt weiter, was sich an der Tagesordnung der Gemeindevertretung am 19.05.2020 ablesen ließ. Man kann es aber auch daran sehen, dass die Spielplätze wieder geöffnet sind und die Gemeinde dafür sorgt, dass der Sandaustausch demnächst erfolgt. Der Straßenendausbau im Neubaugebiet geht voran, die Grundschule hat den eingeschränkten Betrieb wieder aufgenommen, genauso die Hortbetreuung und der Kindergarten. Auch die Gemeindebücherei ist neu gestartet und freut sich zu den bekannten Öffnungszeiten auf ausgehungerte Leser.

 

 

 

 

Der TSV ist dabei, seine Pforten wieder vorsichtig zu öffnen und hält sich dabei peinlich genau an die Vorschriften von Politik und Verbänden, wofür wir sehr dankbar sind.

Aber auch alle anderen Einrichtungen tun ihr Möglichstes, um der Virensituation gerecht zu werden. Und es zeigt sich, dass Geduld und Vernunft unsere Situation langsam aber sicher verbessern.

Alle Öffnungen erfolgen mit den vorgeschriebenen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften.

Ich habe meine Geburtstags- und Jubiläumsbesuche noch nicht wieder begonnen, weil ich es nach wir vor für alle Beteiligten für zu risikoreich halte, Hausbesuche zu machen. Wir werden nach der Pandemie eine Möglichkeit finden, diese Treffen nachzuholen.

Dass das Gemeindeleben weitergeht, sieht man aber auch daran, dass bei unerwarteten Katastrophen die Einsatzbereitschaft der Helfer hervorragend ist. Bei dem Großbrand in der Austraße war die Feuerwehr – und nicht nur die dörfliche – mit 250 Kameraden vor Ort. Hier möchte ich den Einsatzleiter und Wehrführer Gerd Schlüter besonders hervorheben, weil er mit seiner Übersicht, Erfahrung und Ruhe den Einsatz aller Beteiligten so geleitet hat, dass niemand zu Schaden kam, die meisten Tiere gerettet werden konnten und weitere Gebäude auf dem Hof nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ein großer Dank gilt den Einsatzkräften und freiwilligen Helfern vor Ort.

Die Ausschüsse wurden im Mai ausgesetzt, werden aber im Juni wohl wieder beginnen. Dann wird das politische Leben in allen Bereichen wieder vorsichtig vorangehen. Schon während der vergangenen Zeit hat das Leben nicht stillgestanden und das Amt hat in vorbildlicher Weise in Zusammenarbeit mit dem Dorf dafür gesorgt, dass an politischen Themen nichts verloren gegangen ist und vorbereitet, dass die Ausschüsse wieder arbeiten können. Es hat also keine „Demokratur“ im Dorf gegeben, obwohl die Entscheidungstätigkeit des Bürgermeisters mehr gefragt war in diesen Zeiten.

Die Schuldenentwicklung in der Gemeinde wird in den nächsten Finanzausschusssitzungen mit Sicherheit eine große Rolle spielen. Wir sind als Gemeinde gut aufgestellt, was uns nicht daran hindern wird, gewisse Themen neu oder anders zu überdenken. Wobei man wissen muss, dass gerade in Rezessionszeiten die öffentliche Hand diejenige ist, die den angegriffenen wirtschaftlichen Zustand zum Besseren verändern sollte. Das heißt, dass die öffentliche Hand nicht auch noch dafür mitverantwortlich sein sollte, die Existenzängste von Klein- und Mittelbetrieben zu vergrößern, indem mögliche Aufträge zurückgehalten werden.

So, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, nun seid ihr wieder auf dem neuesten Stand der Dinge. Sollten euch noch Informationen fehlen, werde ich gerne in meiner Bürgermeistersprechstunde, die wie immer am Donnerstag von 17.00 – 18.00 Uhr stattfindet, für euch zur Verfügung stehen. Die gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln bitte ich auch hier einzuhalten. Darüber hinaus gilt auch weiterhin: Auf ist, wenn auf ist!…ich bin zu sprechen, wenn ich da bin und telefonisch (Tel. 88166, mobil: 01604319749) oder per e-mail (mail@klein-offenseth-sparrieshoop.de) zu erreichen.

Bleibt gesund, bewahrt Geduld, respektiert die Gesundheit eurer Mitmenschen und verhaltet euch bitte entsprechend den Vorgaben. Bis jetzt habt ihr das prima hinbekommen!!!!

Ich verbleibe mit gemeindlichen Grüßen,

euer Bürgermeister

Günther Korff

 

Hier gibt es die Information als PDF Download

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